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Kontinuierlicher Fortschritt

Parkour Foundation Winter

Parkour Foundation Winter (Photo credit: Wikipedia)

Willst du deine Ziele erreichen und bist dir dessen bewusst, dann folge ihnen, bis du sie erreichst.

Geocaching: Du hast einen Cache im Auge, bist ungefähr in der Umgebung, in der der Cache ist, kannst ihn aber nicht finden. Was machen die schnell demotivierten? Sie packen ihre Sachen und gehen nach Hause. Was machen die, die den Cache unbedingt finden wollen? Sie machen eine kleine Pause, denken nach, wo der Cache sein könnte, suchen die Umgebung nach ungewöhnlich aussehenden Punkten ab und finden letztendlich den Cache.

Parkour: Du willst auf dieses Haus im Nachbarort klettern, um dort zum Beispiel einen Cache zu verstecken. Was machen schnell Erschrockene? Sie probieren, auf das Haus zu kommen, schaffen es nicht und geben ihre Idee auf, dort hoch zu kommen. Was machen Entschlossene? Wenn sie das Ziel zuerst nicht erreichen nehmen sie sich eine Pause und schauen sich das Gebäude noch einmal genau an. Gibt es Leitern, die Teile des Weges erleichtern? Gibt es Regenrinnen? Muss ich zusätzliche Techniken erlernen, um dort hochzukommen? Wie komme ich letztendlich dort hoch? Was muss ich tun und lernen? Letztendlich erreichen die Entschlossenen ihr Ziel, weil sie daran glauben, es schaffen zu können.

Leben: Gib ein dir gesetztes Ziel nicht aus einem Reflex so schnell auf. Wann immer du stecken bleibst, solltest du nicht alles hinschmeißen. Nimm dir deine Zeit und denke nach. Der Leitsatz ist nicht “Ich kann dieses Ziel nicht erreichen“, sondern “Ich kann dieses Ziel zur Zeit noch nicht erreichen. Was kann ich unternehmen, es letztendlich zu erreichen. Ich bin mir sicher, es ist möglich!“

Ich hoffe, ihr findet Verwendung für diesen Artikel. Findet ihr sie, habe ich die Welt somit ein Bisschen verbessert.

Grüße, michi


20 Tips, wie du die 10 häufigsten Anfängerfehler in Parkour und Geocaching vermeiden kannst

Hi, du willst wissen, wie du die 10 häufigsten Fehler, die Parkour, sowie Geocaching Anfänger begehen vermeiden kannst?
Wenn ja, dann trage einfach im Kontaktformular unten deinen Namen, deine e-mail Addresse, sowie in der Nachricht “Hiermit möchte ich mich für die 20 Tips anmelden“ ein.


Die 10 Häufigsten Fehler von Parkouranfängern und Wie Du Sie Umgehen Kannst

1.) Die Roulade (Parkour-Rolle) nicht perfekt durchführen zu können

Dieser Fehler ist der schwerwiegendste von allen. Vesäumst du es, dir die Bewegungsabläufe der Roulade durch dauernde Wiederholung in dein Unterbewusstes zu verfrachten kann dies einmal schwere Folgen haben. Wenn du planst, einmal richtig gute Skills zu entwickeln, wovon ich ausgehe ist das, auf was du dich als erstes fokussieren solltest die Rolle. Am Besten eignest du dir die Rolle an, indem du dir einige Videos der Rolle anschaust und dich auf dieser Seite ein Bisschen über die Rolle informierst

2.) Die Parkour Standardtechniken nicht durchführen zu können

Willst du ein Traceur sein solltest du die Grundtechniken des Parkours sicher beherrschen. Übe die folgenden Übungen und Bewegungsabläufe immer und immer wieder, bis du sie verinnerlicht hast und blind ausführen kannst.


3.) Die Stabilität und Sicherheit von Objekten, die man überwindet vorher nicht zu testen

Stell dir vor, du machst gerade Parkour und willst diesen alten Holzzäun überwinden. Du setzt zum Lazy Vault an und der Zaun bricht zusammen. Auf einmal spürst du, wie sich ein Nagel durch deine Handfläche gebohrt hat. Nicht gerade das, was du willst, oder? Deshalb immer an Gegenständen rütteln, bevor du sie überwindest. Mit der Zeit entwickelst du auch ein Auge dafür, ob die Stange über die du balancieren willst genug Grip aufweist, um nicht abzurutschen. Vorsicht auch bei scharfkantigen Objekten. Für Vorsichtige empfehlen sich Fahrradhandschuhe

4.) Die Umgebung nicht zu kennen

Wenn du neu an einem Spot bist, an dem du Parkour ausüben möchtest, schau dir die Umgebung zuerst an. So kannst du sehen, ob hinter den Hindernissen gefährliche Gegenstände oder Abgründe lauern

5.) Sich nicht aufzuwärmen

Bevor du Parkour machst wärme dich idealerweise etwas auf. Geh eine Runde joggen, um die Umgebung zu erkunden und mache eine Runde Schattenboxen, Liegestütze und Situps. Danach dehne dich. So kannst du Verletzungen vermeiden, da dein Körper schon auf Betriebstemperatur ist und auf die kommende Herausforderung eingestellt ist. Wichtig ist, dass der ganze Körper aufgewärmt und gedehnt ist, um das Risiko von Verletzungen auf ein Minimum runterzuschrauben 😉

6.) Sich zu überschätzen

Du denkst, du kannst die 4m hohe Mauer herunterspringen, und dann lässig mit einer Parkourrolle die Energie abfangen? Denke ein zweites Mal nach, ob du dir das auch wirklich zutraust. Beherrschst du dir Rolle perfekt, weißt du wirklich, wie hoch du stehst? Versuche nicht, um andere zu beeindrucken etwas zu tun, wozu du noch nicht in der Lage bist. In Parkour geht es darum, seine Grenzen systematisch zu erweitern und nicht darum coole Dinge zu tun, um Andere zu beeindrucken. Als Faustregel gilt. Springe nicht von Gegenständen, die größer sind als du selbst, bis du die Technik von dieser Höhe perfekt beherrschst. Hast du das erreicht taste dich langsam an immer höhere Gegenstände heran, aber überschätze dich nie. Versuche immer im 50cm Schritten deine Skills zu verbessern. Erst, wenn du aus dieser Höhe schmerzfrei, elegant und perfekt landen kannst, wage dich ans nächste Level. Allgemein gilt: Wenn du dir nicht sicher bist, eine Aktion durchführen zu können, LASS ES und trainiere solange, bis du dir 100%ig sicher bist, dass du es schaffst

7.) Unkonzentriert sein

Wenn du merkst, dass du unkonzentriert bist, setz dich hin, mache eine Pause und mach dir klar, dass jeder Fehler zu einem Knochenbruch, oder sonstigem führen kann. Du musst dir das sehr klar machen. Trink‘ eventuell etwas, um deinem Geist etwas Treibstoff zu geben. Ohne Wasser funktioniert das beste Gehirn nicht

8.) Kein Wasser, oder Geld für Getränke dabei zu haben

Habe immer eine Möglichkeit, Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Parkour ist ein sehr anstrengender Sport und beansprucht so gut wie alle Muskeln. Du wirst also sehr viel schwitzen. Gib deinem Körper diese Flüssigkeit auf jeden Fall in irgendeiner Form zurück, ansonsten wird er irgendwann streiken. Du merkst das, wenn du einen trockenen Mund bekommst. Versuche das vorzubeugen. Wie bereits gesagt kann das beste Gehirn ohne Wasser nicht arbeiten und du wirst unkonzentriert sein und Fehler machen.

9.) Nur alleine zu trainieren

Wenn du die Möglichkeit hast, mit einem erfahrenen Traceur zu trainieren, nimm sie wahr. Wie lernst du eine Technik schneller? Indem du die Techniken ausprobierst, alle Fehler machst, die Anfänger halt so machen und diese mit der Zeit ausmerzt, oder wenn du einen erfahrenen Traceur hast, der dir sagt, was du verbessern kannst? Die Frage kannst du dir selbst beantworten. Lerne aus den Fortschritten von Anderen. Das gilt auch allgemein für alles im Leben. Was meinst du, wieso How-to-Guides und Tutorials so beliebt sind? Auch dieser Artikel hilft dir, dein Ziel, ein weltklasse Traceur zu werden schneller zu erreichen, als du es ohne ihn könntest.

10.) Nicht offen für Neues zu sein

Als Traceur bist du Teil einer Randgruppe und willst dafür akzeptiert und nicht runtergemacht werden. Geh also offen durch die Welt. So wirst du nicht nur neue Hindernisse entdecken, die eventuell das ständige Suchen wert sind, sondern wirst auch offener zu anderen Leuten, die eventuell auch zu Randgruppen gehören. Toleranz ist ein wichtiger Teil der Parkour Philosophie. Behandle andere Leute immer so, wie du auch von Ihnen behandelt werden willst. Man muss im Normalfall erst geben, bevor man auch nehmen kann

Ich hoffe, dieser Artikel hilft euch, einige Anfängerfehler zu vermeiden.

Bei Fragen, oder Beschwerden einfach einen Kommentar schreiben.

Grüße, michi


Minimale Effektive Dosis (MED); Von Minimalismus und Zielerreichung

English: Parkour

English: Parkour (Photo credit: Wikipedia)

Im Moment lese ich viele Bücher von Tim Ferriss

Tim Ferriss hat unter anderem die Bücher die 4-Stunden Woche, den 4-Stunden Körper und den 4-Stunden Koch (zur Zeit nur auf Englisch verfügbar) geschrieben.

Was in Tim’s Büchern sehr sehr wichtig ist, ist der Schwerpunkt auf Effektivität. Als Anzeige für Effektivität können wir die Minimale Effektive Dosis (MED) benutzen.

Was ist die MED?

Die MED ist der minimale input, der gebraucht wird, um ein bestimmtes Ziel, das man sich vorher gesetzt haben muss zu erreichen.

Beispiel.:

– Du willst einen Topf Wasser aufkochen.

– Du weißt: Wasser kocht bei 100°C

– Schlussfolgerung: Du musst das Wasser auf 100°C erhitzen, um dein gesetztes Ziel (kochendes Wasser) zu erreichen

– Du hast nun die MED für Wasser: Die Energie, die verwendet wird, um das Wasser auf 100°C zu bekommen (input) reicht, um das Wasser zum Kochen zu bringen (Ergebnis)

– Was, wenn du das Wasser jetzt noch weitererhitzt (schreibt man das so? o.O) –> Richtig! Wasser kann nicht noch mehr kochen, du verschwendest also Energie!!!

Definition: “Die MED ist der minimale input, der gebraucht wird, um ein bestimmtes Ziel, das man sich vorher gesetzt haben muss zu erreichen“

Weitere Beispiele:

Sonnenbräune: 15 min. täglich in der Sonne reichen aus, um die chemischen Reaktionen in der Haut auszulösen, braun zu werden.

Liegt man also nur wegen der Bräune in der Sonne, ist jede weitere Minute in der Sonne Zeitverschwendung und führt sogar bald zu Sonnenbrand

Schultermuskulatur: Für ein Training der Schultermuskulatur reicht am Trainingstag eine Belastungsdauer von 80 sec. bei ca 20 kg, um die muskuläre Aufbaureaktion herbeizuführen

Wenn das ganze von einer eiweißreichen Ernährung begleitet wird reichen ca. 160 sec. der Belastung pro Woche, um Schultermuskulatur aufzubauen

Wird die Muskulatur stattdessen mehrere Minuten beansprucht verbraucht man z.B. 80% mehr Energie und Zeit, wobei man sein Ergebnis nur um 20% verbessert

Das Ganze läuft nach dem 80/20 Prinzip, oder auch Paretho-Gesetz:

Wilfredo Paretho war irgendein italienischer Wirtschaftsexperte. Er hat entdeckt, dass 20% der Gesellschaft 80% vom Geld in einem Land besitzen.

Dann hat er noch entdeckt, dass 20% seiner Erbsenpflanzen im Garten 80% der gesamten Erbsen produzierten.

Das Coole ist, dass sich das Prinzip auf fast alles anwenden lässt. So kann man zum Beispiel sein Leben darauf untersuchen, welche 20% aller Ereignisse, oder Personen 80% der Probleme verursachen und vieles mehr, um so darauf zu reagieren. Was Parkour angeht könnte man zum Beispiel darüber nachdenken, welche 20% aller Hindernisse etwa 80% der Zeit bis zum Ziel verbrauchen, um diese dann auf seinem Weg vermeiden zu können. Anstatt also Luftlinie zu laufen und dabei über das 13-stöckige Hochhaus zu klettern, geht man einfach um das Hochhaus herum. Macht Sinn? Richtig! Genau darum geht es in Parkour! um die MED! Effizienz ist in Parkour die Nummer 1! Wenn ihr aber gerade von einem tollwütigen Tiger verfolgt werdet könnten aber auch 20% der Hindernisse eure Überlebenschancen um 80% steigern. Habt ihr die Skills, schneller auf das Hochhaus zu klettern, als der Tiger euch erreichen kann? Wenn ihr vor dem Tiger flüchtet und 4 von 5 Hindernissen für den Tiger leicht zu erklettern sind ist also das Hochhaus das Hindernis, das euch zu 80% den Ar*** rettet!

Das Beste: Das Effektivitätsprinzip lässt sich noch weiterführen:

Wenn man zum Beispiel die Gesellschaft genauer betrachtet kann man sehen, dass wieder 20% der Reichen 80% des gesamten Geldes der Reichen besitzen und so weiter.

Was wenn wir also noch effektiver sein können und z.B. mit 2,5% des möglichen Aufwandes 95% des möglichen Ergebnisses erzielen? Wenn wir nur genau genug analysieren, was letztendlich zu dem Ergebnis führt, das man will, können wir uns auf die MED konzentrieren und so ohne viel Energie zu verschwenden unser Ziel erreichen.

Das Ziel ist nicht, sich an den Zahlen zu orientieren, sondern einfach den besten, effektivsten Weg zu finden!

In der Schule habe ich zum Beispiel in den wichtigen Stunden im Unterricht aufgepasst, und zwar nur in den sehr wichtigen, die Hausaufgaben gemacht, die mir nicht sinnlos vorkamen, was sehr sehr wenige waren und mir vor Arbeiten noch einmal alles, was ich damals für wichtig empfand angeschaut und mir im Internet sehr kurze, aber inhaltsvolle Zusammenfassungen für die Dinge gesucht, die ich noch nicht ganz verstanden habe, oder die mir fehlten. Ich war in meiner Abi-Zeit einer der, der am wenigsten für die Schule getan hat. Mein Abi-Schnitt lag bei 2,1. Nicht schlecht für Jemanden, der nicht wirklich viel Zeit aufgewendet hat, oder?

Was ich euch damit sagen will:

Checkt immer, ob etwas den Aufwand wert ist

Wendet die Regel auf Parkour, Geocaching und alles an, was euch einfällt. Fragt euch zum Beispiel: “Wie lerne ich am schnellsten und besten die Parkourrolle“, “Welche Funktionen muss ein GPS-Gerät haben, um für Geocaching benutzt werden zu können, brauche ich wirklich ein 300€ Gerät, oder tut es auch die gratis c:geo app aus dem Android Market?“ usw. usw.

Ich hoffe, ihr habt etwas aus dem Post mitgenommen.

Euer Michi